Die toskanische Küche
Der Reiz der toskanischen Küche liegt in ihrer natürlichen
Schlichtheit: sie beschränkt sich auf das Wesentliche, die
Gerichte sind einfach und die Zutaten entfalten möglichst
unverfälscht ihren Geschmack.
Grundsätzlich sind die Italiener als Nudelesser bekannt und
tatsächlich ist die Varietät der Nudelrezepte vergleichbar
mit den vielfältigen Zubereitungsarten der Kartoffel. Für
die meisten Italiener ist das „primo“
eben oft ein Nudelgericht, unverzichtbar. Gern wird aber auch
ein Risotto oder eine Suppe verzehrt.
Eine typisch toskanische Suppe ist die „Ribollita“,
eine Gemüsesuppe die entstand,
um Gemüse- und Brotreste zu verwenden.
Auch die Pappa al Pomodoro ist eine typisch toskanische Suppe:
schlicht und mit nur wenigen Zutaten zubereitet, kann diese Tomatensuppe
sowohl warm als auch kalt serviert werden.
In den Sommermonaten werden gerne Salate, wie z.B. Panzanella
(Brotsalat), Insalta di Farro
(Zweikornsalat) oder natürlich auch ein Reis- bzw. Nudelsalat
statt einem warmen "primo" serviert.

Fleisch,
insbesondere Geflügel, sowie Schwein, Rind, Lamm oder Wildfleisch
sind als „secondo“
die Hauptbestandteile der Menüs.
Neben Fleisch sind Gemüse, Tomaten, Olivenöl und Kräuter
charakteristische Zutaten der toskanischen Küche.
Die
Toskaner werden von den übrigen Italienern auch Bohnenesser
genannt, da sie. insbesondere in der Gegend von Florenz, zu vielen
Fleischgerichten Bohnen verzehren. Ein typisches Bohnengericht
ist „fagioli alla fiorentina“
oder „fagioli all’uccelletto“:
weiße Bohnen mit Tomaten, Knoblauch, Salbei und Olivenöl,
oftmals mit salsicce,
einer Art Mettwurst.
Das Florentiner Steak ist sozusagen eine Art toskanisches T-Bone-Steak.,
wobei es aber aus dem bekannten und guten Chianina-Fleisch
besteht, einer besonderen langhörnigen Rinderzucht aus der
Maremma. 
Zum Fleisch muss in jedem Fall noch die „Cinta
Senese“ genannt werden,
eine ganz besondere Schweinerasse, die in der Gegend von Siena
gezüchtet wird. Diese Schweine sind dunkel und haben einen
weißen „Gürtel“ um den Leib, woraus sich
ihr Name erklärt.
Cinta Senese wird auf vielfältige Art zubereitet und ist
immer ein allgemein willkommenes secondo.
Fisch wird hauptsächlich an der Küste oft gegessen,
im Landesinneren meist nur ein- bis zweimal pro Woche.
Unter den Pilzgerichten sind vor allem die Trüffel
(tartufo) und Steinpilze (funghi porcini)
zu nennen, die – bei dafür günstiger Witterung,
nämlich milden Temperaturen und ausreichend Regen –
ab Mitte oder Ende Oktober auf den Tisch kommen.
Eine durchschnittliche Alltagsmahlzeit besteht mindestens aus
einem „Primo“ und einem „Secondo“, meist
auch Obst und Käse. Abgerundet wird das Essen durch einen
italienischen Espresso.
Ein komplettes
Festmenü hingegen beginnt
mit einem Aperitif, der bereits von den verschiedensten
Häppchen angereichert ist. Diese bestehen aus Salzigem wie
Käsehappen, Crostini, Bruschetten, frittiertem Gemüse
und vielen anderen Appetitanregern.
Danach wird ein Antipasta serviert, das meist
aus 1-3 Variationen besteht.
Es folgen 2 „primi“ – also
beispielsweise ein Nudelgericht und ein Risotto oder eine Suppe.

Das Hauptgericht, also das „secondo“
Beilagen (contorni) ergänzt. Gerne werden als Beilagen Ofenkartoffeln
mit Rosmarin oder auch gegrilltes Gemüse gewählt.


Wenn zwei Hauptgerichte serviert werden, kann auch eines davon
ein Fischgericht sein, wobei in diesem Fall aber alle Gänge
etwas mit Fisch enthalten sollten.
Nach dem „secondo“ gibt es meist ein erfrischendes
„sorbeto“
um die Geschmacksnerven zu neutralisieren, bevor man zum Obst
(frutta)
und zum Dessert (dolce)
übergeht.
Ein Espresso gehört ebenfalls dazu und Käse wird entweder
vor dem Dessert oder als Mitternachtsplatte serviert.
Ein recht bekanntes toskanisches Dessert sind
die Cantucci
(ein Mandelgebäck), die meist von Vin
Santo begleitet werden (wobei
das Gebäck kurz in diesen gestippt wird) oder auch die Pinolata,
ein Rührkuchen mit Pinienkernen.
Grundsätzlich werden eher „trockene“ Desserts
als sehr süße Cremespeisen angeboten, wobei natürlich
die bekannte „Panna cotta“ oder auch das Tiramisu
immer noch ein gern gesehener Klassiker sind.
Jeder Gang wird mit den entsprechenden Weinen begleitet und ein
typisch italienischer „amaro“
(Magenbitter)
oder „grappa“
(klarer Likör) schließen das Mahl ab.



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Im
Restaurant
Ein paar Tipps für Ihren Restaurantbesuch:
Die Menüs aller Restaurant, Trattoria, Osteria, Pizzeria usw.
müssen laut Gesetz mit Preisangabe draußen aushängen,
so dass man sich vorab informieren kann!
Das „Gedeck“ (coperto)
wird immer zusätzlich zu den einzelnen Preisen auf der Speisekarte
berechnet, muss aber auch extra als solches mit aufgeführt
sein!
Falls man im Restaurant kein komplettes Menü oder zumindest
ein 2-3-Gänge Essen bestellen möchte, sollte man besser
vorab fragen, ob es möglich ist, nur einen einzelnen Gang zu
bestellen.
Beim „secondo“
sind die Beilagen nicht bereits enthalten, sondern müssen immer
extra bestellt werden!
Wenn Sie also ein Fleisch- oder Fischgericht bestellen, kommt dies
normalerweise ohne Gemüse, Salat, Fritten, Reis oder Kartoffeln.
Diese sind unter den „contorni“
(Beilagen) aufgeführt und müssen extra bezahlt werden.
Mit „vino della casa“
ist nicht unbedingt ein hausgemachter Wein gemeint, sondern ein
guter Landwein, der nicht abgefüllt, sondern im Krug auf den
Tisch kommt. Er ist dementsprechend günstiger als die Flaschenweine
auf der Karte.
Wenn Sie mit einer Freundesgruppe oder mehreren Personen essen gehen,
sollten Sie vorab besprechen, wie die Bezahlung gehandhabt werden
soll, da die Rechnung meist komplett kommt. Sie soltlen also entweder
untereinander abrechnen oder vorab „il
conto alla romana“ bzw. „separato““
ordern. Oft wird die Rechnung auf einem Telelr serviert, auf dem
man dann den Gesamtbetrag plus Trinkgelder legt.
Trinkgelder sind im Allgemeinen üblich und sollten direkt mit
an den oder die Kellnerin gezahlt werden! In jedem Fall sollten
Sie aber nicht gehen,
bevor der Kellner den Teller mit dem Geld abgeholt hat!
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Toskanisches Brot (il pane)
Brot gehört in der Toskana und in ganz Italien grundsätzlich
mit auf den Tisch. Die verschiedenen Sorten bereichern die Vielfalt
der italienischen Küche und kaum ein Genießer möchte
auf ein frisches Stück Brot zum Mahl verzichten.
Typisch für die Toskana ist die Vielzahl der Brotsorten und
Brotgerichte, wobei das Weißbrot in der Toskana nicht salzig
ist, da Salz als Konservierungsmittel in dieser Region nicht wie
in anderen Teilen der Toskana notwendigerweise mit verwendet werden
musste.
Salzig ist hingegen das herzhafte Brot aus einer Art Pizzateig,
das an der Küste „schiacciata“
und im Landesinneren „ciaccino“,
genannt wird. Dies gibt es in verschiedenen Versionen: recht einfach,
nur mit Rosmarin und Olivenöl bis zum mit Kartoffeln oder mit
anderen Zutaten belegten ciaccino.
Auch die Art des Brotgenusses weicht in der toskanischen Küche
im Vergleich zu anderen Küchentraditionen ab.
Manche der Brotarten werden sicherlich auch ganz allgemein für
das Frühstück oder Abendbrot verwendet, zumeist jedoch
wird ein und dasselbe Brot in verschiedenen Varianten gebacken und
ganz in der Tradition der Antike mit unterschiedlichen Zutaten verfeinert.
So bietet ein und dasselbe Brotgrundrezept eine Fülle an kulinarischen
Möglichkeiten. Oft wird ein "einfaches Stück Brot"
schnell zu einer kompletten kleinen Mahlzeit oder einer wichtige
Zutat in einem Menügang.
Zu den bekanntesten Brotgerichten gehören sicherlich die Bruschetta
(geröstetes Landbrot mit Knoblauch und Olivenöl oder auch
Tomaten und Basilikum), die verschiedenartigen Crostini,
die mit den unterschiedlichsten Soßen und bestrichen sind
und die „Panzanella“,
ein ursprünglich Reste verwertender Brotsalat, der in den Sommermonaten
auf den Tisch kommt.
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Käsespezialitäten (formaggi)
Italien ist reich an charakteristischen Käsespezialitäten,
die aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken sind,
ob es sich nun um Mascarpone, würzigen Gorgonzola oder aromatischen
Parmesan handelt.
Hier ein paar Merkmale der bekanntesten Käsesorten:
Besonders bekannt ist natürlich der Parmesankäse,
der nicht aus der Toskana, sondern aus der Emilia Romagna, genauer,
aus Parma kommt.
Jede Region Italiens hat ihren eigenen Pecorino und in der Toskana
ist u.a. Pienza für ihren Schafskäse bekannt. Der italienische
Pecorino
basiert auf Ziegenmilch und wird in den unterschiedlichsten Formen,
Geschmacksrichtungen und Reifegraden verkauft.
Die regionale Zubereitung des Pecorino kann höchst unterschiedlich
ausfallen.
So werden manche Arten zum Reifen mit Holzkohle eingerieben; andere
mit Tomatenmark gebürstet oder erhalten eine intensive Rauchnote.
Allen gemeinsam ist jedoch das feine Nussaroma. Junger Pecorino
hat eine milchig-weiße Farbe und schmeckt sehr mild. Je
älter der Pecorino ist, desto dunkler gerät seine Färbung.
Reiferer Pecorino lässt sich dank seiner harten Konsistenz
gut reiben und ist damit für Pastagerichte eine interessante
Alternative zum Parmesan.
Mozzarella di Bufala ist eine
geschützte Herkunftsbezeichnung des wahren italienischen
Mozzarellas. Büffelmozzarella schmeckt zudem nicht nur besser,
sondern lässt sich auch leichter schneiden und verarbeiten.
In der italienischen Küche wird Mozzarella gerne zum Überbacken
von Nudeln, Pizza oder Gemüse eingesetzt. Roh in feine Scheiben
geschnitten und mit Aceto Balsamico, Olivenöl und Basilikum
abgeschmeckt harmoniert Mozzarella besonders gut mit frischen
Tomaten und dieses Gericht wird dann „Caprese“ genannt.
Mascarpone ist
eine verführerische Kalorienbombe und beispielsweise die
Grundlage für Tiramisu. Mascarpone ist zwar ein Käse,
wird aber meistens zur Herstellung von süßen Desserts
und Kuchenfüllungen verwendet.
Der extrem cremige und fettreiche Frischkäse besteht aus
Creme Fraiche und Sahne; manche Mascarpone-Sorten enthalten auch
einen Schuss Buttermilch.
Ricotta
ist hingegen fettarm. Er wird in Italien bereits seit Jahrhunderten
aus Schafs- und Kuhmilch gewonnen und sowohl für Süßspeisen
als auch für Soßen und Füllungen benutzt. Sehr
frischer Ricotta hat einen angenehm milden, dezent süßlichen
Geschmack. Ricotta kann gut mit frischen Tomatensoßen kombiniert
werden und ergänzt sich hervorragend mit Kräutern und
Gemüsefüllungen für Tortellini, Ravioli oder dünne
Pfannkuchen.
Gorgonzola
ist der optisch und olfaktorisch markanteste unter den italienischen
Käsespezialitäten
und
daher
nicht Jedermanns Sache. Hinter der dicken, rötlichen Rinde
verbirgt sich ein streichfähiger, gelblicher Teig, der von
grünblauen Schimmeladern durchwachsen ist, denn der Kuhmilchkäse
wird mit Lab, Salz und einer Edelpilzkultur angesetzt. Der Geschmack
von frischem Gorgonzola ist ein wenig süßlich und überraschend
unaufdringlich. Gorgonzola passt daher wunderbar zu frischem Obst
– beispielsweise Birnen – oder bereichert Gemüsesoßen
und Aufläufe. Gekrümelt zu Blattsalaten mit Walnüssen
ist der Gorgonzola eine echte Delikatesse.
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Kleines Nudellexikon
So abwechslungsreich wie die Nudel ist keine andere Teigware der
Welt.
So gibt es für fast jedes Pastagericht
eine spezielle Nudelsorte die sich durch Form und teilweise auch
ihrer Herstellung von anderen Nudelnsorten unterscheidet. Welche
Nudelart wie zubereitet und mit welcher Soße angemacht wird,
ist nicht unwichtig, denn nur mit der "richtigen" Pastaart
kann der volle Geschmack entfaltet werden.
Aus den Haushalten der ganzen Welt nicht
mehr wegzudenken sind Spaghetti. Besonders
beliebt sind diese einfachen, langen und dünnen Nudeln auch
bei Kindern. Spaghetti gibt es allerdings in verschiedenen Stärken.
Vermicelli sind
sehr viel dünner als eine herkömmliche Spaghetti, so
dass sie auch häufig als Fadennudel bezeichnet wird.
Lasagne ist nicht
nur das Gericht, sondern auch die Nudelform, die man dafür
braucht: es sind einzelne Platten, die je nach Hersteller zur
Zubereitung vorgekocht und in einer Auflaufform übereinandergeschichtet
werden. Zwischen den einzelnen Platten werden verschiede Füllungen
eingefügt, die danach mit Käse im Ofen überbacken
werden.
Tagliatelle sind herkömmliche
normalbreite Bandnudeln und können ganz nach Belieben mit
verschiedenen Soßen serviert oder zubereitet werden. Fettucine
sind etwas schmalere normale Bandnudeln, die häufig in Kombination
mit Lachs (Salmone) oder Pilzen (Funghi)
serviert werden.
Fettucine sind
im Grunde besonders schmale Bandnudeln, während Pappardelle
extra breite Bandnudeln sind. Sie können auf dieselbe Art
und Weise zubereitet werden, hier ist eher der subjektive Geschmack
entscheidend.
Cannelloni sind
große Röhrennudeln die klassischerweise mit einer Hackfleisch
oder Gemüsepaste gefüllt und anschließend im Backofen
überbacken werden.
Rigatoni sind ebenfalls große
Rohrnudeln, die vom Aussehen her stark an Canneloni erinnern,
jedoch besitzen Rigatoni eine geriffelte Oberfläche.
Conchiglie sind große Muschelnudeln
die ebenfalls in klassischer Zubereitungsform eine Füllung
erhalten und anschließend überbacken werden. Zum Überbacken
eignen sich Käsesorten wie Mozzarella. Es spricht aber auch
nichts dagegen, Nudeln mit anderen Käsesorten zu überbacken.
Ditalini bezeichnen kleine, sehr kurze Hohlnudeln, die
das Aussehen von in Scheiben geschnittenen Tortiglioni haben.
Sie werden nicht ganz so häufig verwendet wie viele andere
Nudelsorten.
Eine weitere sehr häufig verwendete
Nudelsorte sind die Farfalla, Schleifchennudeln
deren Aussehen eben auch der Form eines Schmetterlings ähnelt.
Farfalle gibt es wie andere Nudelsorten auch in verschiedenen
Größen und mit unterschiedlich ausgeprägter Schleifenform.
Eine gute Möglichkeit der Zubereitung von Farfalle besteht
aus Käse-Kräuter-Kombinationen.
Maccaroni ähneln in der
Form den Spaghetti. Allerdings handelt es sich hierbei um lange
dünne Röhrennudeln, die sich auch vorzüglich für
überbackene Gerichte eignen. Aber auch für Soßen
mit Fleischeinlage sind Maccaroni vorzüglich geeignet und
nehmen dank Ihrer Röhrenform die gereichten Soßen gut
in ihrem Inneren auf.
Fusilli bezeichnen
die Spiralnudelsorten von denen es auch Reihe gibt. Kleine und
große. Sie eigenen Sich besonders gut für gratinierte
Gerichte oder aber auch für verschiedene kalte Nudelsalate.
Penne bezeichnen schräg abgeschnittene
kurze Röhrennudeln, die ebenfalls in verschiedenen Größen
hergestelt werden.
Gut passen Penne zu gedünstetem Gemüse.
Eine besondere Art der Nudelsorten sind Ravioli.
Hierbei handelt es sich um rechteckige, gefüllte Nudeltaschen.
Vorzugsweise mit Hackfleisch, in der vegetarischen Form natürlich
auch mit Gemüse erhältlich. Besonders große Ravioli
werden Ravioloni genannt und in diesem Fall besteht eine Portion
aus durchschnittlich 3 Ravioloni.
Im Gegensatz zu Ravioli sind Tortellini
ringförmig gefüllte Nudeltaschen die häufig mit
Sahnesoßen serviert werden.
Die häufigste Form von Füllung besteht aus Hackfleisch
oder Spinat oder Riccotta.
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Öle
Die Gerichte der italienischen Küche bildet nicht grundlos
das Vorbild der modernen Küchen vieler Länder und sie
gehören bestimmtt zu den reizvollsten und traditionsreichsten
kulinarischen Eckpfeilern der westlichen Welt.
Sie sind authentisch, da mit frischen, saisonalen Zutaten gearbeitet
wird, gleichzeitig aber ausgewogen zwischen Natürlichkeit
und Raffinesse.
Die Essenz dieser Kochkultur und eines ihrer wichtigsten Zutaten
ist das Olivenöl, dessen spezifischer
Geschmack sowohl gekochten Gerichten als auch frischen gleichermaßen
eine geschmackliche Tiefe gibt, die einfach dazugehört.
Und zudem ist es gesund, denn einige Inhaltsstoffe
des Olivenöls, namentlich die Polyphenole, wirken blutdrucksenkend
und beugen damit bei regelmäßiger Verwendung Herz-
und Kreislauferkrankungen vor.
Darüber hinaus wird der körpereigene Cholesterin-Haushalt
positiv beeinflusst. Der hohe Anteil ungesättigter Fettsäuren
(über 80%) ist für den Körper auf jeden Fall "aufschlussreicher"
als der bei Margarine oder im Milchfett vorhandene, wo er etwa
bei 5% liegt.
Doch natürlich wird in der italienischen Küche nicht
nur Olivenöl verwendet. In einigen Gerichten ist z.B. das
kräftige, teils herbe Aroma italienischen Olivenöls
gar nicht erwünscht oder es ist einfach zu schade, z.B. um
darin zu frittieren. Auch erreicht Olivenöl nicht dieselbe
Temperatur wie andere Öle, z.B. das Sonnenblumenöl
(olio di girasole). Sonnenblumenöl
ist neben dem Olivenöl das am weitesten verbreitete Öl
und die weitreichenden Sonnenblumenfelder sind zudem ein mit der
Toskana typisch in Verbindung zu bringendes Bild.
Neben diesen eher typischen Speiseöl wird aber auch eine
Vielfalt von ausgeprägt aromatischen Ölen zur Verfeinerung
der Speisen verwendet - spezielle Öle, die schon in kleinen
Mengen erstaunliche Aromen zaubern.
So wird für gewisse Speisen ach Traubenkernöl oder auch
Haselnussöl (olio
di nocciola) verwendet. Dieses zeichnet sich durch ein
frisches, sehr exzellentes, leicht nussiges Aroma aus, welches
gerne zum Backen oder auch zu frischen Sommersalaten genutzt wird.
Die Herstellung von Olivenöl
Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch und den Kernen von Oliven
gewonnen.
Zur Ölgewinnung gibt es verschiedene
Verfahren. Man unterscheidet hierbei das Traditionelle Verfahren
vom Kontinuierlichen Verfahren. Grob gerechnet können aus
5 kg Oliven ein Liter Öl gewonnen werden.
Beim traditionellen Verfahren
werde die Oliven auf dem Boden einer Ölmühle verteilt
und dort durch kegelförmigen, motorbetriebenen Walzen zerkleinert.
Je nach Masse der Oliven verlängert sich der Mahlprozess,
wobei dessen Dauer niemals sechs Minuten überschreitet. Die
beim Mahlen entstehende Masse wird anschließend zwischen
Ölpresskörbe geschichtet, die dann übereinander
gelagert werden. In dieser Presse wird mit hohem Druck eine Flüssigkeit
gewonnen, die sich aus Öl, gemischt mit Wasser, zusammensetzt.
Man wartet dann bis sich aus dem Gemisch zwei Phasen gebildet
haben und kann dann das auf dem Wasser schwimmende Öl abschöpfen.
Beim kontinuierlichen Verfahren
werden die frisch geernteten Oliven zunächst von Fremdkörpern
wie Blättern und Zweigresten befreit und anschließend
im Wasserbad gewaschen. Es folgt die Zerkleinerung von Olive und
Kern in einem Mahlwerk. Dabei entsteht eine Masse, aus der dann
eine breiige Flüssigkeit ausgepresst wird. Das Öl aus
dem Fruchtsaft der Olive wird per Schleuderverfahren gewonnen.
Um den Saft besser vom Öl zu trennen, wird bei der Zentrifugierung
Wasser zu der breiigen Flüssigkeit hinzugefügt.
Wir dafür kaltes Wasser verwendet, spricht man vom "kalt
gepressten Olivenöl".
Nimmt man hingegen warmes Wasser, so erhöht sich die Ausbeute
an gewonnenem Öl,
man vermindert aber gleichzeitig dessen Qualität.
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Die
Toskana und ihre Weine
Italien ist einer der größten Weinerzeuger der Welt
und die Toskana hat einen dicken Anteil an dieser Weinproduktion.
.
Im Allgemeinen denkt man bei italienischem Wein meist an Rotweine,
es gibt aber durchaus auch sehr gute Weißweine.
Die Weinqualitäten, reichen vom Glatten und Zarten bis zum
Purpurroten und Kraftvollen.
Besonders gut können diese Eigenschaften im Einklang mit
der vielseitigen und dabei doch bodenständigen italienischen
Küche beurteilt werden.
Die Toskana ist als Weinbaugebiet international bekannt.
Hier werden der Chianti classico
gekeltert sowie die Spitzenweine Vino
Nobile di Montepulciano und Brunello
di Montalcino.
Ebenfalls aus der Toskana stammt der Dessertwein Vin
Santo, ein süßer Likörwein,
der hervorragend zu nicht trockenen Desserts, wie z.B. das typisch
Toskanische Gebäck „Cantucci,“ (ein Mandelgebäck)
passt.
Chianti ist
sicher der berühmteste
Rotwein Italiens. Das Weinbaugebiet liegt im wesentlichen in den
Provinzen Florenz und Siena. Kernstück ist die Zone des "Chianti
Classico". Die jungen Weine sind kräftig, die älteren
eher weich und samtig. Diese schmecken zu dunklem Fleisch, Braten
und Wild.
Brunello di Montalcino
ist der Spitzenrotwein der Toskana. Sehr kräftig und körperreich
passt er gut zu Fleisch und Wild.
Die beliebtesten Rebsorten in
der Toskana sind:
Brunello
ist die in der südtoskanischen Stadt Montalcino verwendete
Bezeichnung für die örtlich benutze Sangiovese-Grosso-Traube,
woraus der Brunello di Montalcino gewonnen wird.
Canaiolo
ist eine ertragreiche, leicht rustikale Sorte, die aus Mittelitalien
stammt. Traditionell ist dies die an zweiter Stelle stehende Sorte
im Chianti.
Sangiovese (oder
Sangioveto)
ist die wichtigste toskanische Rotweinsorte, Sie ist zum größten
Teil in der Toskana anzutreffen und bildet die Basis des Chianti,
des Vino Nobile di Montepulciano und des Brunello di Montalcino.
Sie existiert zudem in zahlreichen Varietäten, deren wichtigste
die Sangiovese Grosso (für Brunello) und die Sangiovese Piccolo
sind. Sie reift relativ spät und bringt fruchtige, aber auch
tanninherbe, säurebetonte, reifebedürftige Weine hervor.
Trebbiano
ist eine verbreitete, eher mittelmäßige Traube die
zu den am meisten angebauten Weißweinsorten der Welt gehört.
In Mittelitalien wird sie vor allem im Chianti und in Orvieto
angebaut. Es handelt sich um eine eher anspruchslose und aus-
drucksschwache Sorte, die einen meist dünnen, neutralen Wein
liefert, der sich gut als Verschnittgrundlage geeignet.
Vernaccia
wird in Mittel- und Süditalien sowie auf Sardinien für
einen starken, weichen, lebendigen, auch Sherry-ähnlichen
Wein angebaut.
Weingesetz
Das italienische Weingesetz legt drei kontrollierte Qualitätsklassen
fest.
1. Denominazione Semplice.
Sie entspricht etwa dem deutschen Tafelwein; zulässig ist
nur ein einfacher Hinweis auf das Erzeugergebiet, Qualitätsmerkmale
sind nicht festgelegt.
2. Denominazione di
Origine Controllata: D.O.C.-Weine: Stammen aus gesetzlich
genau bestimmten Anbaugebieten.(ca. 10% der gesamten Produktion)
Jede Erzeugervereinigung kann die Registrierung
ihres Weins als DOC beantragen. Es muss eine Abgrenzung des Anbaugebiets
sowie Qualitätsnormen angegeben werden und ein Ausschuss
entscheidet dann, ob das DOC-Prädikat zugeteilt wird. DOC-Weine
werden überprüft und müssen, außer dem eigenen
Etikett, ein DOC-Etikett tragen.
3. Denominazione Controllata
e Garantita = D.O.C.G.-Weine: Das Spitzenprädikat,
wird nur bestimmten Weinen einzelner Erzeuger, nicht aber ganzen
Distrikten verliehen. Ein Wein, der controllata
e garantita heißen darf, muss vom Erzeuger oder einem
anderen Verantwortlichen abgefüllt und mit einem staatlichen
Siegel verschlossen werden. Zusätzlich werden diese Weine
durch eine Prüfungskommission regelmäßig getestet.
Kleines Weinvokabular:
bianco: Weiß
rosso: Rot
nero: Tiefdunkelrot
rosato: Rosé
secco: Trocken
amaro: Bitter oder sehr trocken
amabille: Mittelsüß, lieblich
dolce: Süß
spumante: Schäumend
frizzante: Halbschäumend
stravecchio: Sehr alt ausgebaut, vollmundig
liquoroso: Sehr süßer Wein
Casa Vinicola: Weinhandlung
Cantina: Keller, Weinkellerei
Cantina co-operativa
Winzergenossenschaft
Consorzio: Örtliche Winzer –
oder Agrarvereinigung mit gesetzlichem Status
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